him.at
Das ist also Salzburg
29. April 2007

Dieses Wochenende bin ich meiner schon lange rückständigen Pflicht als Österreicher nachgegangen und habe den Westen des Landes etwas näher erkundet. Naja, ich bin zwar nur bis nach Salzburg gekommen, aber immerhin. Die Mozart-Stadt habe ich, glaube ich, nur einmal in Kindheitstagen gesehen – und jetzt zum ersten Mal richtig. Der markanteste Punkt der Stadt ist natürlich die Festung Hohensalzburg – mitten in der Stadt auf einem hohen Felsen gelegen und von überall sichtbar.

Wer dort hinauf gehen und die bergige Landschaft Salzburgs sehen möchte, der wird vor dem Burgtor zur Kasse gebeten. Nein, keine Ermäßigung für Studenten – gratis gibt’s da nichts. Wir sind ja nicht in Athen (dort sind alle historischen Plätze für Studenten kostenlos zugänglich). Wer nach Salzburg reist, der sollte sich mit vielen bunten Geldscheinen ausrüsten. Wehe, man betritt die Getreidegasse ohne Euros in der Tasche.

Spätestens bei Haus Nummer 9 werden Mozart-Fans erleichtert. Während im Erdgeschoß Mozartkugeln, -taler und andere mit dem Mozart-Kopf bedruckte Produkte brav von Touristen gekauft werden, können zahlende Gäste das Zimmer begutachten, wo Woiferl das erste Mal das Licht der Welt erblickt hat. Und Touristen gibt es in Salzburg, um nicht zu untertreiben, wie Sand am Meer. Es scheint, als ob die wirklichen Salzburger in der Innenstadt gar nicht mehr wohnen würden. Nur das Verkaufs- und Dienstleistungspersonal ist hier noch österreichisch.

Da der touristische Kern im Vergleich zu Wien nicht sonderlich groß ist, bündeln sich hier auch die Touristenscharen an wenigen Orten. So auch im Mirabell-Garten, dem Blumenbeet Salzburgs. Hier kann die eigene Vorstellungskraft trainiert werden, um sich auszudenken, wie es denn sein würde, wenn die Gartenanlage menschenleer wäre. Salzburg – ein Pflichtbesuch für Jedermann – Touristen und Einheimische. Aber einmal scheint genug.

Heimreise

Teilen: Link, Twitter, Facebook, Google+, mailen

 

Schreibe einen Kommentar!