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Eine Raststätte als Knotenpunkt transnationaler Migrationsrouten
28. Juni 2007

Für alle, die an der A9-Pyhrnautobahn in den nächsten Tagen an der Raststätte St. Pankraz vorbeikommen, gibt es was zu sehen. Im Rahmen des “Festivals der Regionen” hat ein dreiköpfiges Team (inklusive meinem Bruder Michael) den historischen Verlauf dieser Raststätte genauer unter die Lupe genommen. In der Geschichte und der Gegenwart der Betriebe der Familie Kerbl verknüpft sich die lokale Verkehrsentwicklung der letzten Jahrzehnte exemplarisch mit den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen in Europa.

Vom landwirtschaftlich geprägten Gasthaus bis hin zur 24-Stunden-Raststation mit multinationaler Belegschaft erweiterte sich Jahrzehnt für Jahrzehnt der geografische und wirtschaftliche Einzugsbereich des Unternehmens im Gleichschritt mit Straßenbau und Autobahneröffnung.

Besonderes Augenmerk des Projekts liegt auf der Geschichte des Unternehmens als Kreuzungspunkt von Einheimischen und Menschen verschiedenster Nationalitäten. Im Rahmen des Projektes werden diese vielfältigen Recherchen und Erzählungen in zwei Teilen präsentiert: zum Einen im Inneren der Raststation St. Pankraz in Form eines Panoramas der betriebsgeschichtlichen Fluchtwege und Sackgassen der Unternehmerfamilie.

Und zum Anderen direkt auf dem Parkplatz der Raststation in Form einer 40 Meter langen dreidimensionalen begehbaren Audio-Installation, die ein abstrahiertes Wegediagramm von 12 ausgewählten Akteuren unterschiedlicher Nationalitäten darstellt, die diese Raststätte aus durchaus abweichenden Gründen frequentieren – oder die in ihr einen vorläufigen Endpunkt ihre Reisen gefunden haben. Geführte Wanderungen mit den Projektbeteiligten in die unmittelbare Umgebung, entlang der topografischen Kante um die Autohahnraststätte, ergänzen das Programm.

siehe auch http://www.him.at/2007/07/08/treffpunkt-raststaette/

Rückblick

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