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Natur tanken
3. Oktober 2007

Die erste Oktoberwoche und das neue Semester beginnt gleich mit vollem Organisationswahnsinn. Wer sich seinen Studienverlauf im voraus durchgeplant hat, muss sich stets auf neue Überraschungen gefasst machen. Kurse mit beschränkten Plätzen sind in Studienrichtungen wie Politikwissenschaft oder Geschichte meist mehr als doppelt überbucht. Da entscheidet das Los bzw. der Rechner, der aus Prioritäten 1 bis 3 und anderen Reihungen entscheidet, wer teilnehmen darf oder nicht. Reines Glücksspiel.

Um so notwendiger ist es, die wenigen Tage davor noch reichlich Natur zu tanken. Am Sonntag ganz klassisch für einen Oberösterreicher: Nachmittagskaffee und -kuchen mit kleinem Spaziergang in Gmunden. Die Stadt, die jeder Oberösterreicher in Form von Geschirr zuhause stehen hat, ist hierfür sehr beliebt. Regelrechte Massen pendeln zwischen Hauptplatz und Schloss Orth hin und her. Pensionistenbusse steuern hierher, Motorradfahrer pausieren hier und Straßenbahnliebhaber, die mit der Linie G im Wiener Straßenbahn-Look zum Hauptbahnhof fahren wollen. Dennoch bleibt in Gmunden am Traunsee mit einer beeindruckenden Bergkulisse genug Zeit um tief durchzuatmen.

Im Anschluss daran, etwas mehr Land als Stadt, gings am Dienstag in das Weinviertel, nördlich von Wien. Eine 60 Kilometer lange Radtour rund um Mistelbach tut gut, schnell noch einmal die Natur bei milden Temperaturen zu spüren. Anstrengend sind die vielen Hügel dann aber doch etwas – umso besser ist es, Pausen bei Freunden in Weinkellern und Privathäusern einzuplanen. Wirklich schön und sorgenbefreiend.

Jetzt nur noch regelmäßigen Sport wieder aufgreifen und ich kann mich mit voller Energie in den Herbst stürzen.

Heimreise

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