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Die Schweden kommen
20. November 2007

Es ist ruhig im Innenhof der schwedischen Kirche. Ein paar Anrainer durchqueren den Eingang zu ihrer Wohnung. Schwedische Fahnen wehen im Wind, die tief liegende Sonne strahlt noch ein paar Minuten auf die Hauswand, bevor sie untergeht. Der immense Verkehr in der Gentzgasse ist hier nur ganz leise wahrnehmbar. Es würde den restlichen Nachmittag auch so weitergehen, wenn da nicht jemand ein Schild am Zaun hinterlassen hätte: “Heute um 14.30 bis 15.15 wird der Hof abgesperrt, weil das Königspaar von Schweden kommen.” Der Pfarrer, der in diesem Moment auch schon den Ort betritt, wirft einen Kontrollblick eine Stunde vor Beginn in den Hof. Draußen kümmern sich sage und schreibe fast zwei Dutzend Abschleppwägen darum, die im temporären Halteverbot stehenden Autos abzuschleppen. In einer Dreiviertelstunde kommen König Carl XVI. Gustav und Königin Silvia im Rahmen ihres Staatsbesuches in Österreich mitsamt dem Bundespräsidenten Heinz Fischer und Gattin in die kleine Kapelle in Wien-Währing. Eine kleine Traube an Schaulustigen versammelt sich rund um den Eingang, den nun mehrere Polizisten bewachen. Die Straße wird abgesperrt und kurz danach fahren die schwarzen Dienstwägen der Staatsoberhäupter vor. Sicherheitsleute checken die Lage, die Landesherren und -damen betreten die Kirche. Fahnen am Auto werden umgesteckt – nach etwa 20 Minuten geht die Reise weiter ins Parlament. Polizisten fahren ab, Autos können wieder parken. Der Trubel ist vorbei. Ein Fotograf freut sich und scherzt: “Das ist heute das erste Mal, dass der König gelacht hat.”


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