Ich hatte mir eigentlich schon letztes Jahr einen Neujahrsvorsatz gemacht – und diesen nicht eingehalten. Und zwar, dass ich den nächsten Jahreswechsel nicht mehr in einer Großstadt verbringen werde. Ich dachte, dass ich zum Jahreswechsel auf 2008 in Graz in Sicherheit wäre. Naja, eigentlich ahnte ich auch ein bisschen, dass sich um 0.00 Uhr sicher mehr als “einige” Grazer beim Uhrturm treffen werden. Aber dass ich auf eine Völkerwanderung stoßen und in ein Epizentrum an Raketennarren und Schweizerkracher-Weitwurf-Teilnehmern gelangen würde, hätte ich mir nicht erhofft.

2008 begann für mich visuell und akustisch in einer Weltuntergangsstimmung bei eisiger Kälte in einer durch Explosionen erhellten Finsternis. Nach dem Motto, es kann nur besser werden. Zum Glück war ich in dieser Nacht von lieben und freundlichen Menschen umgeben, sodass mir nichts geschehen konnte. Vielleicht schaffe ich es ja nächstes Jahr aufs Land. Übrigens, für alle Ruhesuchenden: Am Silvesterabend ist besonders in Autobahnraststationen wirklich wenig los. Noch dazu sind diese meist außerhalb von Ortschaften errichtet und bieten fast so viel Ruhe wie in einer Steuerberatungskanzlei am Weihnachtsabend.
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