Was haben Handtaschen, Parfums, Autos und Versicherungen gemeinsam? Sie verbinden. Sie und ihn, ihn und sie. Werbeagenturen versuchen verstärkt das Gemeinsame mit Hilfe von prominenten Pärchen als Werbeträger hervorzuheben. Promi-Ehepaare, deren Beziehung schon lange besteht und die sich dadurch ein positives Image verschaffen konnten, füllen sich somit ihre Haushaltskasse. Erfolgreiche Stars aus Sport und Entertainment, teils aktiv oder in ihrem ursprünglichen Feld schon “pensioniert”, bleiben in der Öffentlichkeit präsent. Dabei ist es meist nicht nötig, die Namen der beiden Stars in die Werbung einzubinden.

Die Tennisspieler Andre Agassi und Steffi Graf kuscheln sich zusammen, während hinter ihnen eine Louis-Vuitton-Handtasche herrenlos verstaubt. Da hätten wir noch Victoria und David Beckham, die ihr eigenes Parfum “Intimately Beckham night” abfüllen. Von intensiven, prickelnden Augenblicken mit den beiden wird da gesprochen – ein Duft eines Duos, der “in glamouröse Nächte” entführen soll. Oder aber das Model Heidi Klum und ihr Ehemann, der Sänger Seal, stehen vor ihren eigenen VW Tiguans. Die hellhäutige Heidi mit ihrem vom Stadtverkehr sauberen, schwarzen Auto – der dunkelhäutige Seal mit seinem vom Gebirgstrip verschlammten, weißen Auto (Leguan + Tiger = Tiguan). Auch Österreich macht mit. Skihasen Benjamin Raich und Marlies Schild werben für das Versicherungspaket SafeLine von Uniqa – vor einem Sicherheitsnetz einer Skipiste. Solche Werbeprojekte scheinen die Partnerschaft auch finanziell einzubetonieren. Ein öffentlicher Streit oder gar eine Trennung würden bestehende Werbeverträge ganz schön in Mitleidenschaft ziehen. Unterm Strich all dieser Werbungen könnte schließlich eine Aussage stehen: Geld verbindet.
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