Die elfte Figur. Der untere Stollenausbau. Da es am Arbeitsweg auch sumpfige Stellen gibt, wird auch die Sohle der Stollen befestigt”, so ertönt es aus dem Lautsprecher am Wiener Rathausplatz. Dazu Volksmusik und klatschende Menschen. Ja, es ist wieder soweit. Das grüne Herz ist wieder in Wien zu Gast. Meines Wissens hat kein anderes Bundesland als die Steiermark die Chance, für mehrere Tage hier in der Bundeshauptstadt in dieser Art ihre kulinarischen und touristischen Höhepunkte zu präsentieren. Ein Test der Autobus-Logistik für die kommende EM? Am Rathausplatz finden sich kaum Menschen unter 60 Jahren – und scheinbar kommen viele davon aus den Bundesländern. Wenn es hier auch Wiener gibt, dann haben sie sich gut versteckt. Vielleicht hinter dem auch importierten Kirchenturmmodell?

Wenn man durch die Menge schreitet und sich die verschiedenen Stände ansieht, dann scheint es in diesem österreichischen Bundesland keine einzigen Probleme zu geben, sondern nur Schönheiten und Köstlichkeiten. Saftige Äpfel, kerngesunde Kürbisse, fließenden Wein. Wer bisher keine Heimat hatte, findet sie hier. Wandern in der Natur, relaxen im warmen Thermenwasser.

Nicht nur die für die Steiermark berühmten Waren wurden an diesem Wochenende nach Wien importiert, sondern auch Nadelbäume, Heu, Erde, Blumen und Wiese. Wenn schon, denn schon. Sonnenschirme einer Brauerei und eines Mineralwasserherstellers, die zum Glück auch grün sind, fügen sich in das idyllische “Stadtland” harmonisch mit ein.

Nur am Abend, nachdem den Wienern erklärt wurde, wie denn das so bei den Bergwerksleuten funktioniert, wird es manchen Gästen zu viel. Ältere Damen fallen lachend um, der Klapotetz verjagt nicht nur Federvieh und am Imbissstand dröhnt es lautstark aus der Reihe: “Hinten anstellen!”
Wird gemacht. Wir sehen uns nächstes Jahr, liebe Steiermark. ;-)
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