Die Suchmaschine Google bietet mit “Google Trends” die Möglichkeit an, Suchbegriffe nach ihrer Häufigkeit zeitlich miteinander zu vergleichen. Anhand dieser Daten lässt sich eine Perspektive der Weltgeschichte ablesen. Nämlich: Was interessiert die Menschen, die mit Google im Internet suchen? Das Beispiel Amstetten hat gezeigt, dass ein kleiner Ort innerhalb weniger Tage in die internationale Öffentlichkeit rücken kann.

Bereits am Vortag des offiziellen Bekanntwerdens dieser schrecklichen Tat, begann eine vermehrte Suche nach dem Ort Amstetten. Als dann am Sonntag, dem 27. April 2008, die Polizei den Fall der Öffentlichkeit präsentierte, und auch der Nachname des mutmaßlichen Täters bekannt wurde, begannen die Suchanfragen international in die Höhe zu schnellen und erreichten zwei Tage später ihren Höhepunkt. Mit dem Bekanntwerden dieses Falles trat auch Natascha Kampusch für kurze Zeit in den Vordergrund der Google-Suche. Schließlich zogen einige Medien Vergleiche dieser beiden Fälle aus Österreich.

Ebenso spannend ist die Grafik über Ereignisse und Katastrophen in Asien. Die Ausschreitungen in Tibet im März 2008 rückten das Autonome Gebiet drastisch in den Vordergrund. Ende April erreichte ein Wirbelsturm Myanmar (Burma) – täglich erhöhten sich die Opferzahlen. Anfang Mai ein heftiges Erdbeben in China. Auch hier stieg das Interesse an diesem Begriff, während Myanmar und Tibet vergleichsweise wieder in Vergessenheit geraten.
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