An einer ganz normalen Kreuzung in Soho in New York City versammeln sich Fotografen und Schaulustige. Polizisten sind vor Ort und weisen darauf hin, nicht auf der Straße stehen zu bleiben. An einem Eck sind mehrere Klappstühle aufgebaut. Davor hat sich ein Kamerateam positioniert und wartet. Es stellt sich heraus, dass mehr als ein Dutzend zur Crew gehört, die darauf wartet, eine Szene zu drehen. Informationen sickern durch.

Der Film wird “Last Night” heißen – ein schneller Check im Internet gibt Gewissheit. Niemand geringerer als Hollywood-Star Keira Knightley soll die Hauptrolle in dem Film, der nächstes Jahr in die Kinos kommen soll, übernehmen.

Sie war bisher in Filmen wie “Fluch der Karibik” oder “Stolz und Vorurteil” zu sehen. Nach einer Stunde Wartezeit wird es schon sehr dunkel, doch dann plötzlich um 18 Uhr geht der Dreh los. Wie aus dem Nichts spaziert Keira Knightley über den Gehsteig, lässt die Statisten an sich vorüberziehen, bleibt an der Kreuzung stehen, wartet auf das vorbeifahrende Taxi und überquert schließlich die Straße.

Der erste Take ist im Kasten, der zweite, der dritte und der vierte. Immer wieder dieselbe Szene. Schließlich ist die Arbeit nach etwa 20 Minuten getan.

Mit großem Erstaunen war ich live bei einem Filmdreh dabei, bei dem keine einzigen Sicherheitskontrollen der anwesenden Zuseher durchgeführt wurden, bei dem der normale Stadtverkehr zwischen den Drehs immer wieder weiterfließen konnte. Eigentlich ganz unspektakulär, so eine Straßenüberquerung.
Und hier noch ein paar Fotos vom Drehort in Soho, New York City:
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