Das Geld lag hier mal auf der Straße, auf einer bisher solide erscheinenden Mauerstraße – auf der Wall Street. Doch nun ist es weg, das Geld. Es ist flüssig, auch gasförmig geworden und großteils im Nichts verschwunden. Die Finanzkrise 2008 schwappte von hier aus über auf die ganze Welt. Die Stimmung ist getrübt und trist. Die Sonnenstrahlen erreichen nur einmal am Tag zu Mittag kurz den Boden der steinharten Wirtschaftswelt, um nach einer Viertelstunde wieder weiterzuziehen. Ab und zu gehen die Türen der New York Stock Exchange auf, doch auch nur, wenn Broker per Zigarette nach frischer Luft schnappen. Die blauen Anzüge scheinen vielen nicht mehr exakt zu passen, sie haben ähnlich ihrer gehandelten Geldmenge abgenommen. Zurück zur Arbeit, hinein zu abwärtsgerichteten Pfeilen und roten Zahlen.
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