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Das alpine Rumänien
12. Mai 2009

Rumänien grenzt zwar nicht an Österreich, doch geographisch sind beide Länder felsenfest miteinander verbunden. Im nordöstlichsten Teil Österreichs beginnen sich die Karpaten langsam zu erheben, ziehen über Slowakei, Ungarn, Polen und Ukraine nach Rumänien, wo sie sich besonders in die Höhe strecken, bevor der Gebirgszug in Serbien zum Stehen kommt. Diese Berge sind womöglich die sichtbarsten Zeichen der landschaftlichen Vielseitigkeit Rumäniens.

Wer die Gebirgsstraßen der Ostkarpaten des Landes emporschlängelt, gelangt auf den Prisloppass mit einem sehenswerten Ausblick. Hier auf über 1.400 Meter Seehöhe ist der Schnee mittlerweile schon geschmolzen – im Winter jedoch wird diese wichtige Verbindungsstraße von und ins Maramuresch-Gebiet sogar geräumt. Für Notfälle steht ein Traktor mit Abschleppseil und Schneeketten am Gebirgspass – ein paar Meter weiter ein älteres Modell eines Volkswagens mit offenem Seitenfenster.

Ein Mann wartet am Straßenrand auf die nächste Mitfahrgelegenheit, ein anderer telefoniert vom Denkmal aus mit seinem Handy – der Mobilfunkempfang ist bestens. Sogar ein Kloster hat sich hier vor ein paar Jahren angesiedelt und befindet sich kurz vor seiner Fertigstellung. Die Luft ist frisch, der Atem tief, die Nadelwälder dunkelgrün. Es sind die Karpaten und nicht die Alpen.


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