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Über den Dächern von Satu Mare
27. Mai 2009

Abendliche Sonnenstrahlen streifen über die Dächer von Satu Mare. Der 110.000-Einwohner-Stadt im Nordwesten Rumäniens steht ein friedlicher Abend bevor. Nur wenige Autos fahren am Freiheitsplatz, dem Hauptplatz im Zentrum, vorbei. Umrundet ist das Zentrum des “großen Dorfes”, wie der Stadtname übersetzt werden kann, von Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Ein Hauch von einem alten Wien ist zu spüren, aber auch etwas von einer ländlichen Ortschaft. Zahlreiche Kirchtürme sind zu sehen, nicht nur die der großen römisch-katholischen Kirche am Hauptplatz, der selbst beinahe nur von Bankfilialen eingenommen wird. Der Ausblick auf die ehemalige Handelsstadt vom Hotel Aurora, das neben einem weiteren futuristischen Hochhaus markant über alle anderen Bauwerke hinausragt, lohnt sich. Der Blick schweift über die schönen, alten Dächer bis zur naheliegenden Grenze nach Ungarn. Satu Mare hat viel zu erzählen, tut es aber nicht. Vor 100 Jahren lebten hier Ungarn, nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt Rumänien zugestanden, gelang im Zweiten Weltkrieg wieder zurück zu Ungarn, wurde 1944 von sowjetischen Truppen eingenommen und ist seitdem erneut Teil Rumäniens.


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