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Für Neamt außer Männer
2. Juli 2009

Ein Mönch in schwarzer Kleidung steht am Eingang der historischen Bibliothek und telefoniert mobil. Es ist ein sonniger Tag und auch heute werden wieder einige Touristenbusse erwartet. Unterhalb der beeindruckenden Zwiebelkuppel werden gerade Kartons mit Souvenirs ausgepackt – es sind Heiligenbilder, Postkarten und Bücher, nicht nur in rumänischer Sprache, sondern auch in Deutsch. Der Mönch am Verkaufstresen fällt mit einigen Besuchern aus Österreich ohne sprachliche Barrieren in ein Gespräch, während andere Touristen am Eingang zum Kloster ihr Fototicket kaufen.

Ein Zentrum der Macht und der Bildung

Im Inneren des Klosters Neamt, dem ältesten Kloster der Region Moldau, ist es jedoch sehr still. Seit dem 14. Jahrhundert befindet sich hier das Männerkloster, welches Ende des 15. Jahrhunderts im Auftrag des Fürsten mit dem Namen Stefan der Große eine Klosterkirche erhielt. Dieser hatte es sich angewöhnt, im Fürstentum Moldau nach jeder erfolgreichen Schlacht gegen äußere Feinde ein Kloster als sichtbares Machtzeichen zu errichten. Neamt war im Mittelalter aber auch ein wichtiges Zentrum der Bildung, der Kalligraphie und der Malerei.

Männer überall

Die großen Besitzungen rund um das Kloster sind heute noch Eigentum der Mönche. Erst vor ein paar Jahren hat sich der Boden rund um eine Grabplatte bewegt. Ein Zeichen, dass es sich bei den gefundenen Gebeinen um die eines Heiligen handelte. Der Heilige dürfte, wie alle anderen Bewohner dieses Klosters auch, ein Mann gewesen sein.


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