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7. Oktober 2009
Lillooet, wo die goldenen Zeiten vorbei sind

In Lillooet, einer 2.000-Einwohner-Stadt im kanadischen British Columbia, sind die goldenen Zeiten schon längst vorbei. 1860 zählte die Stadt noch zu den größten nordamerikanischen Städten westlich von Chicago und musste damals nur San Francisco den Vortritt lassen. Es war das Zeitalter des Goldrausches, das die Menschen hierher trieb. 1914 erreichte die Pacific Great Eastern Railway die Stadt, ja auch eine eigene Zeitung, die “Lillooet News”, wurde in der Stadt herausgebracht, mit dem Versprechen: “Guarantees a chuckle every week and a belly laugh once a month or your money back.” Heute würden viele Menschen ihr Geld zurückverlangen, wenn das Verlagshaus nicht schon ein Wohnhaus wäre. Abgesehen von einer deutschen Bäckerei, die hier auch Linzerschnitten anbietet, gibt es nur trostloses Land zu sehen. Wer im Sommer durch die Stadt fährt, sollte sich bewusst sein, dass es hier zuletzt im Frühling geregnet hat. Im Jahr 2009 sorgte der Ort mit Berichten über Waldbrände für Aufsehen – das war’s aber auch schon. Der Stadt geht es wie der indigenen Sprache, die ebenso Lillooet heißt, und hier angeblich nur noch von 200 Menschen gesprochen wird.


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