Ein erfolgreicher Tag an der Universität geht wieder mal zu Ende. Am Nachhauseweg zeigt sich Wien im November von seiner bunten und erleuchteten Seite – nicht nur der Stadtverkehr hinterlässt lang gezogene Lichterspuren, auch unscheinbare Gebäude und Ampeln werden zu öffentlichen Kunstwerken der frühabendlichen Stadt.
Thumbnails / Galerie / Slideshow in Vollbildmodus
Teilen: Link, Twitter, Facebook, Google+, mailen
In einer farbenfreudigen Welt abseits des grauen Alltags drehen sich lichterfüllte Karusselle kontinuierlich im Kreis. Es ist zwar schon dunkel, doch der Abend ist für viele Kinder noch nicht zu Ende. Hier am Weihnachtsmarkt im Alten AKH in Wien sind die Pforten zum munteren Vergnügen schon im November geöffnet.
Teilen: Link, Twitter, Facebook, Google+, mailen
Mit 3.954 Metern Seehöhe ist der Mount Robson die höchste Erhebung der kanadischen Rocky Mountains. Wer mit einem Wohnmobil durch den gleichnamigen Provincial Park tuckert, wird ihn so schnell nicht aus den Augen verlieren. Erst im Jahr 1913 begab sich der erste Kanadier offiziell auf seine Bergspitze, 1990 wurde er zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Strom gibt es in dieser Gegend nur ab und zu, von einem Handynetz bleibt man wohltuend verschont. Der Kontakt zur Außenwelt ist hier jedoch nebensächlich, denn das Bergpanorama ist überwältigend. Zu schade, dass bei Rundreisen die Zeit immer viel zu kurz ist, um noch mehr beeindruckende Fotos einfangen zu können.
Thumbnails / Galerie / Slideshow in Vollbildmodus
Teilen: Link, Twitter, Facebook, Google+, mailen
Maramures: Ein Dorf mit Traditionen
29. Oktober 2009
Es ist ein Sonntag im Frühling. Hier im Norden Rumäniens, im Maramures-Gebiet nahe der ukrainischen Grenze, ist die Zeit stehen geblieben. Mehrere alte Männer mit Hut haben es sich in der Bushaltestelle gemütlich gemacht und spielen Karten. Die etwas jüngeren DorfbewohnerInnen sind zu Fuß in ihren Trachten auf den neu asphaltierten Straßen unterwegs, unter denen die alten Pflastersteine liegen. Ältere Frauen sitzen vor dem Haus auf ihrer Privatbank und beobachten den Alltag. Hinter den kunstvollen Zäunen und Toren stehen mit Vasen behangene Bäume – sie deuten an, dass in diesem Haus eine heiratsfähige junge Frau in ihrem prachtvoll dekorierten Zimmer wohnt. Tradition wird groß geschrieben. Dass die Geschlechterrollen ebenso noch stark fixiert sind, kann an einem überlieferten Sprichwort gut abgelesen werden: Der Mann ist der Kopf, die Frau der Hals. Beide sind notwendig, doch gleichgestellt sind sie nicht.
Thumbnails / Galerie / Slideshow in Vollbildmodus
Teilen: Link, Twitter, Facebook, Google+, mailen
Kriegsspiele
25. Oktober 2009
Rund um den österreichischen Nationalfeiertag ist es wieder soweit. Stolze Väter tragen ihre Töchter und Buben zum größten Spielplatz des Landes, auf die Leistungsschau des Bundesheeres am Heldenplatz. Auch wenn viele die kindliche Faszination an der Waffe als ganz normalen Entwicklungsschritt sehen, knallen diese Bilder. Für manche Jugendliche scheint das Umgreifen von Videospiel zur realen Waffe gar nicht mal so ungewöhnlich zu sein. Tausende Fotos werden an diesem Tag geknipst, Menschen stellen sich stolz vor Militärfahrzeuge und Eurofighter. Rot-weiß-rot, und auch der Kaiser ist da.
Thumbnails / Galerie / Slideshow in Vollbildmodus
Teilen: Link, Twitter, Facebook, Google+, mailen
Hunde können retten, Hunde können fliegen und Hunde können zubeißen. Die Leistungsschauen der Hundestaffeln von Samariterbund und der Wiener Einsatzgruppe WEGA am Rathausplatz in Wien sollen den Zusehern vermitteln, bei welchen Bereichen die vierbeinigen Freunde dem Menschen zur Seite stehen. Ob verschüttete Menschen oder verstecktes Rauschgift, sie erschnüffeln alles. Die Polizeihunde ergreifen böse Verbrecher, bekleidet mit “typischen” Verbrecherjacken und Cowboy-Kostümen, die Rettungshunde lassen sich brav von ATV-Moderatorin Katrin Lampe streicheln. Das Publikum klatscht.
Thumbnails / Galerie / Slideshow in Vollbildmodus
Teilen: Link, Twitter, Facebook, Google+, mailen
Audimax besetzt
23. Oktober 2009
Nach fast 24 Stunden sind sie noch immer hier im Hörsaal Audimax, einige hundert Studenten der Universität Wien. Die Vorlesung nennt sich “Pflichtübung als Besetzung”, in der laut Programm unter anderem die “Praktische Übung im zivilen Ungehorsam” gelehrt wird. Arbeitsgruppen werden gebildet, Studenten tragen am Podium vor. Die Stimmung bezüglich der Uni-Politik ist mies, kurz vor dem verlängerten Wochenende. Nicht nur bei protestierenden Studenten, sondern auch unter den anderen, die auf ihre Vorlesung warten.
Thumbnails / Galerie / Slideshow in Vollbildmodus
Teilen: Link, Twitter, Facebook, Google+, mailen
Am Eisfeld
18. Oktober 2009
Vom Icefields Parkway ist es gar nicht weit bis zum meistbesuchten Gletscher Nordamerikas. Wer auf der wunderschönen Touristenstraße im Sommer den Banff Nationalpark in Kanada durchquert, braucht nur kurz abbiegen, das Auto auf einem Parkplatz abstellen und ein paar Meter gehen. Doch jedes Jahr werden es ein paar Meter mehr bis zum Eis, das sich auf Grund der Erderwärmung jährlich um fast drei Meter zurückzieht. Eine dramatische Entwicklung. So zog sich der Athabasca-Gletscher, ein Teil des Columbia Icefield auf den kanadischen Rocky Mountains, in den letzten 125 Jahren um mehr als 1,5 Kilometer zurück.
Thumbnails / Galerie / Slideshow in Vollbildmodus
Teilen: Link, Twitter, Facebook, Google+, mailen
Lillooet, wo die goldenen Zeiten vorbei sind
7. Oktober 2009
In Lillooet, einer 2.000-Einwohner-Stadt im kanadischen British Columbia, sind die goldenen Zeiten schon längst vorbei. 1860 zählte die Stadt noch zu den größten nordamerikanischen Städten westlich von Chicago und musste damals nur San Francisco den Vortritt lassen. Es war das Zeitalter des Goldrausches, das die Menschen hierher trieb. 1914 erreichte die Pacific Great Eastern Railway die Stadt, ja auch eine eigene Zeitung, die “Lillooet News”, wurde in der Stadt herausgebracht, mit dem Versprechen: “Guarantees a chuckle every week and a belly laugh once a month or your money back.” Heute würden viele Menschen ihr Geld zurückverlangen, wenn das Verlagshaus nicht schon ein Wohnhaus wäre. Abgesehen von einer deutschen Bäckerei, die hier auch Linzerschnitten anbietet, gibt es nur trostloses Land zu sehen. Wer im Sommer durch die Stadt fährt, sollte sich bewusst sein, dass es hier zuletzt im Frühling geregnet hat. Im Jahr 2009 sorgte der Ort mit Berichten über Waldbrände für Aufsehen – das war’s aber auch schon. Der Stadt geht es wie der indigenen Sprache, die ebenso Lillooet heißt, und hier angeblich nur noch von 200 Menschen gesprochen wird.
Thumbnails / Galerie / Slideshow in Vollbildmodus
Teilen: Link, Twitter, Facebook, Google+, mailen
Ground Zero: Baustelle als Fotomagnet
6. Oktober 2009
Es ist wahrscheinlich die meistfotografierte Baustelle der Welt: Ground Zero in New York. Nach dem Terrorangriff auf die USA am 11. September 2001 standen die Stadtplaner vor der schwierigen Entscheidung. Soll das durch den Einsturz des World Trade Centers entstandene Loch unbebaut bleiben, sollen beide Türme wiedererrichtet oder ein anderes Gebäude gebaut werden? Ende 2011 werden die Reiseführer Manhattans wohl neue Bilder hinzufügen müssen, denn dann ragt hier Option 3 den Himmel empor: Das 1 World Trade Center (1WTC), vormals als Freedom Tower bekannt und entworfen nach Plänen von Daniel Libeskind. Die neuen Bilder von 2011 sollen 2001 endgültig verdrängen, doch vergessen werden die US-Amerikaner den Angriff auf ihr Land wohl nie.
Thumbnails / Galerie / Slideshow in Vollbildmodus
Teilen: Link, Twitter, Facebook, Google+, mailen