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Aquileia 2009 n. Chr.
24. Juli 2009

Wo heute Kleinboote in befestigten Kanälen schaukeln und Touristen vom Turm bei der Basilika Santa Maria Assunta von Aquileia Fotos durch Eisengitter knipsen, herrschte reges Treiben seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. Die historische Bedeutung dieser römischen Stadt in Norditalien ist heute jedoch nur noch zu erahnen, da nicht viel übrig geblieben ist. Beeindruckend sind die frühchristlichen Fußbodenmosaiken im Hauptschiff der Basilika und Blicke vom Turm auf die Landschaft der Provinz Udine in Richtung Meer und Richtung Berge.


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Myrafälle, vertikale Wassermassen

Mira, Müra oder Myra? Eines ist bei der niederösterreichischen Klamm in den Gutensteiner Alpen auf jeden Fall sicher – hier purzelt das Wasser in gewaltiger Kraft kontinuierlich steil bergab. In der Nähe von Muggendorf beginnt der kleine Familienausflug und führt über Holzstiegen an den Myrafällen hinauf zum Karnerwirt. Gestärkt mit einem Schnitzel geht’s wieder bergab – durch einen wohltuenden, schattigen und kühlen Weg. Ähnlich ging’s dem Kaiser Franz II., der diesen Wasserfällen, nicht unweit von Wien, ein Besuch abgestattet haben soll.


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Flugziel Wien
12. Juli 2009

Sonntagabend im Juli. Das hektische Treiben vor dem Flughafengebäude lässt sich zu dieser Urlaubszeit ganz leicht auf das Flugfeld übertragen. Im Minutentakt landen Maschinen aus aller Welt in Wien-Schwechat. Die meisten Flugzeuge haben jedoch AUA-Logos auf ihrer Heckflosse. Dann aber auch ein sehr schnittiges Privatflugzeug – Niki Lauda höchstpersönlich kommt von seinem Formel-1-Besuch am Nürburgring mit seiner Bombardier Challenger nach Hause. Ein paar Minuten später landet das größte Frachtflugzeug, das Wien immer wieder ansteuert – eine südkoreanische Boeing 747-400F in der Frachversion. Erst kurz vor 20 Uhr kehrt schön langsam wieder Ruhe ein. Die einen sind an diesem Abend heimgekehrt, die anderen beginnen nun ihren Urlaub in Wien.


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Frühstück in Linz – Lentos oder Cubus?
7. Juli 2009

Wo lässt es sich in Linz besser frühstücken? Jenseits oder diesseits der Donau? Cafe Lentos oder Cafe Cubus im Ars Electronica Center? Zwei aufeinander folgende Wochentage im Juli des Kulturhauptstadtjahrs 2009 boten dabei beste Testbedingungen.

Beim Preis beginnt der erste Unterschied

An beiden Tagen gab es vormittags herrlichen Sonnenschein, an beiden Tagen traf ich gegen 10 Uhr bei den Kaffeehäusern ein. Gemeinsamkeiten lassen sich dabei schnell finden – beide Cafes sind Bestandteil von Ausstellungshäusern an der Donau, die nächtens gerne beleuchtet werden (und sich von außen grob gesehen nur noch durch Form und Leuchtfrequenz unterscheiden). Beide haben ihre Konkurrenz stets im Blickfeld – vom AEC sieht man ohne Probleme aufs Lentos und umgekehrt. Doch unter Konkurrenzdruck scheinen beide nicht zu leiden. Das billigste Frühstück ist in seiner Zusammensetzung ident – es nennt sich Wiener Frühstück, besteht aus einem Kaffee, einem Semmerl, einem Croissant, einem Packerl Butter, einer Plastikschale Nutella, einem Plastikbecher Honig und einer Plastikdose Marmelade. Ja sogar auf ähnlichen, langförmigen Tellern wird es serviert – offenbar ist dies gerade Mode in Cafes, die auch mit ihrer dunklen Inneneinrichtung modern wirken wollen. Und das Aufnehmen der Bestellung mit elektronischen Eingabegeräten (mit Live-Verbindung in die Küche) ist bei beiden Cafes Standard. Unterschiede beginnen doch schon im Preis – das Lentos will 3,50 Euro dafür, das Cubus 4,10 Euro, beim Lentos kann man sich den Kaffee aussuchen, beim Cubus wird nur die binäre Frage gestellt, ob Kaffee ja oder nein.

Lentos Cafe – Unter freiem Himmel

Besuchen wir doch zunächst das Lentos auf der ehemaligen amerikanischen Besatzungszone, wenn man so will. Das Lentos Cafe ist vom Hauptplatz Linz schnell und bequem zu erreichen. Eine kleine Fußgängerbrücke und einen Zebrastreifen später ist man schon da. Die Terrasse ist geöffnet, der Zugang ist direkt möglich, reichlich Platz gibt es am Vormittag auch. Vom Tisch aus blickt man auf die Donau, und doch auch wieder auf die zahlreichen Touristenbusse, die sich eine Ebene weiter unten um Parkplätze streiten. Die Bedienung ist innerhalb von 5 Minuten da, das Frühstück ebenso, auch die Bezahlung geht schnell. Bei all diesen drei Schritten kommt jedoch immer eine andere Bedienung an den Tisch – immer Frauen.

Gegen 10.30 Uhr begibt sich auch ein Mann mit Bohrmaschine auf die Terrasse und öffnet damit eine Viertelstunde die Sonnenschirme mit unerträglichem Baustellenlärm. Das Frühstück ist mittlerweile konsumiert, und ein Reserviert-Schild wird mir auf den Tisch gestellt. Nicht nur mir, sondern fast die gesamte Terrasse wird ab 11.30 Uhr reserviert – ein längeres Sitzen ist nicht erwünscht. Die Gäste sind ein Mix aus individuell reisenden Linz-Touristen und mittagspausenbedürftigen Angestellten der Bürohäuser in der Umgebung.

Cubus Cafe -  Im Glaskasten

Auf der ehemals russischen Besatzungsseite steht das neu eröffnete Ars Electronica Center mit seinem Cubus Cafe. Nach einem langen Überqueren der Nibelungenbrücke steht man, wenn man die richtige Seite der Brücke genommen hat, vor einem geschlossenen Glashaus. Von außen lässt sich hier nicht erkennen, dass es darin ein Cafe gibt. Der Lift im Eingangsbereich ist nur dann zu finden, wenn man auch danach sucht. Im dritten Stock angekommen geht es in Schlangenlinien zum Platz im Innenraum – die Terrasse ist an diesem Sonnentag nicht geöffnet, heißt es. Erstaunlicherweise ist es gar nicht mal so heiß hinter diesen Glasplatten, wenn die Sonne direkt darauf eintrifft.

Man hält es lange aus bzw. muss man auch, denn der Bedienung (auch hier nur Frauen) gelingt es, 20 Minuten an mir vorbeizugehen. „Darf es noch etwas sein?“, ist die erste Frage an mich. Das Frühstück braucht dann auch gesalzene 15 Minuten, bis es zu mir findet, obwohl das Lokal sehr übersichtlich aussieht. Das Publikum besteht aus ein paar Linz-Touristen und hauptsächlich aus Schülern, die während oder nach der Besichtigung der Ausstellung einen auf Unabhängigkeit machen und sich mit Schinkencroissants und Cola bedienen lassen. Der Blick von hier oben Richtung Linzer Innenstadt und auf die Donau ist schön, vor allem auch schön ruhig. Scheinbar ist es hier dann doch möglich, so lange zu sitzen, wie man gerne möchte.

Fazit – G’hupft wie g’hatscht

Fazit? Beide Cafes sind werktags einen Frühstücksbesuch wert, wobei beide auch kleine aber feine Unterschiede vorweisen. Eilende gehen ins Lentos Cafe, Verweilende ins Cubus Cafe. Bei Sonnenschein empfiehlt sich das Lentos, bei Regen das Cubus. Sparsame nehmen das Lentos, nicht viel mehr geben Besucher aber im Cubus aus. G’hupft wie g’hatscht, würden Oberösterreicher jetzt sagen.

Durchblick

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Unabhängig ins Glück
4. Juli 2009

Am 4. Juli 1776 proklamierten dreizehn von 26 Kolonien ihre Unabhängigkeit von der britischen Krone, der Independence Day war geboren. Mitten in Philadelphia, Ende des 18. Jahrhunderts die größte Stadt der USA, setzten sie sich im Rahmen des Zweiten Kontinentalkongresses zusammen und verfassten eines der wertvollsten Dokumente der USA: “Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen worden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freiheit und das Bestreben nach Glückseligkeit.” Das Streben nach Glück versteht sich mittlerweile als reine Anregung, einklagbar ist Glück natürlich noch immer nicht. Obwohl das berühmte Backsteinhaus in Philadelphia heute noch ein Flair englischer Architektur verbreitet, ist alles andere hier sehr amerikanisch. Die US-Nationalfarben dürfen nicht fehlen, ebenso nicht Statuen von historischen Politikern und die Liberty Bell – die Freiheitsglocke, die die Unabhängigkeit akustisch ins Land verbreitete. Der mysteriöse Sprung in dieser Glocke ist nebenan in einem typisch amerikanisch-patriotischen Museum zu bestaunen.


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Verwackelt in den Big Apple
2. Juli 2009

Das Videomaterial ist verwackelt, es ist finster und es sind unspektakuläre Aufnahmen aus einem Taxi. Trotzdem bleibt ein Eindruck zurück – wenn man sich vom JFK-Flughafen der Mitte Manhattans nähert, nach einem stundenlagen Langstreckenflug. Ein nächtlicher Stadtverkehr durch New York.


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Für Neamt außer Männer

Ein Mönch in schwarzer Kleidung steht am Eingang der historischen Bibliothek und telefoniert mobil. Es ist ein sonniger Tag und auch heute werden wieder einige Touristenbusse erwartet. Unterhalb der beeindruckenden Zwiebelkuppel werden gerade Kartons mit Souvenirs ausgepackt – es sind Heiligenbilder, Postkarten und Bücher, nicht nur in rumänischer Sprache, sondern auch in Deutsch. Der Mönch am Verkaufstresen fällt mit einigen Besuchern aus Österreich ohne sprachliche Barrieren in ein Gespräch, während andere Touristen am Eingang zum Kloster ihr Fototicket kaufen.

Ein Zentrum der Macht und der Bildung

Im Inneren des Klosters Neamt, dem ältesten Kloster der Region Moldau, ist es jedoch sehr still. Seit dem 14. Jahrhundert befindet sich hier das Männerkloster, welches Ende des 15. Jahrhunderts im Auftrag des Fürsten mit dem Namen Stefan der Große eine Klosterkirche erhielt. Dieser hatte es sich angewöhnt, im Fürstentum Moldau nach jeder erfolgreichen Schlacht gegen äußere Feinde ein Kloster als sichtbares Machtzeichen zu errichten. Neamt war im Mittelalter aber auch ein wichtiges Zentrum der Bildung, der Kalligraphie und der Malerei.

Männer überall

Die großen Besitzungen rund um das Kloster sind heute noch Eigentum der Mönche. Erst vor ein paar Jahren hat sich der Boden rund um eine Grabplatte bewegt. Ein Zeichen, dass es sich bei den gefundenen Gebeinen um die eines Heiligen handelte. Der Heilige dürfte, wie alle anderen Bewohner dieses Klosters auch, ein Mann gewesen sein.


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Nordamerika, eine spannende Geschichte
30. Juni 2009

Als sich die 13 britischen Kolonien auf dem nordamerikanischen Kontinent gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf ein gemeinsames United States of America einigten, wussten sie noch nicht, wohin dies wirklich führen wird. Vieles war noch nicht klar – auch nicht, wie viel die mit Gewalt eingeschleppten afrikanischen Sklaven eigentlich wert seien. Einer der US-Gründerväter, Benjamin Franklin, meinte damals sogar, dass, wenn man Sklaven zur Berechnung der Sitzanzahl im Repräsentantenhaus hernehmen würde, man auch Schafe zählen sollte. Ein anderer Gründervater, Alexander Hamilton, hätte auch nichts gegen eine Monarchie gehabt. Die Jahre vergingen, die USA konnte mit dem Kauf von Louisiana ihr Staatsgebiet verdoppeln, expandierte in den Westen und schluckte dann auch noch große Teile Mexikos. Die Kanadier waren ebenso bestrebt, gen Westen zu ziehen, blieben der britischen Krone jedoch treu.

Mitte des 19. Jahrhunderts kommt es dann zu einer Spaltung der USA, Lincoln kittet das Land wieder zusammen – mit über 600.000 Toten kam der Amerikanische Bürgerkrieg in das Geschichtsbuch. Indigene Völker wurden vertrieben, Gold gescheffelt, Baumwolle nach Europa exportiert. Ja sogar amerikanische, imperialistische Versuche gab es Ende des 19. Jahrhunderts mit Kuba oder den Philippinen. Das 20. Jahrhundert war für die USA nicht weniger spannend. Der Eintritt in den ersten Weltkrieg widersprach der Monroe-Doktrin, sich nicht in europäische Angelegenheiten einzumischen. Elitestudenten versuchten ihren Lebenslauf durch freiwillige Teilnahme an der Front in Frankreich aufzupeppen. Mit dem New Deal von Franklin D. Roosevelt wurden Nationalparks verschönert und Ernten gezielt vernichtet. Zwei Atombombenabwürfe im Jahr 1945 versetzten die Welt in Atemstillstand, die Bipolarität des Kalten Krieges spaltete die Welt. Die USA haben viel zu erzählen – und viel mehr als diese kurzen Anhaltspunkte bietet das Buch “Nordamerika”, herausgegeben von Margarete Grandner und Marcus Gräser, in Begleitung zu einer Ringvorlesung an der Universität Wien. Wer spannende Infos über die USA sucht und einen detaillierten Blick auf die USA werfen möchte, dem kann ich das Buch sehr ans Herz legen.

Grandner, Margarete / Gräser, Marcus (Hrsg.) (2009): Nordamerika. Geschichte und Gesellschaft seit dem 18. Jahrhundert, Promedia Verlag: Wien.

Rückblick

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Was für ein Hundeleben

Der Hund ist ein treuer Begleiter der Menschen, sei es zur Unterhaltung oder als Bewacher des Eigenheims. In Rumänien ist das auch so, doch viele Hunde haben hier kein “Herrchen”, dem sie auf Schritt und Tritt folgen können. Sie sind herrenlos. Auf Parkplätzen, Tankstellen, Friedhöfen und Märkten – also meist Hotspots der Touristen – sind sie anzutreffen, denn hier gibt es auch Fressen. Nicht immer, aber immerhin. Auch an der Straße sind sie oft zu sehen, kilometerweit vom nächsten Ort entfernt. Es ist ein trauriges und beinhartes Hundeleben. Sie sind zutraulich, aber nicht aufdringlich. Hungrig, aber nicht fresssüchtig. Es scheint so, als hätten sie sich mit ihrem Leben im trockenen Staub, am heißen Asphalt und bei abgashaltiger Luft abgefunden – einem Leben ohne Regelmäßigkeiten, mit Gefahren und einer unsicheren Lebensperspektive.


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Manhattan aus der Vogelperspektive

Solche Fotos gibt es wie Sand am Meer – trotzdem ist es immer wieder spannend, einen Blick vom Empire State Building hinunter in die tiefen Schluchten der Straßen Manhattans zu werfen. New Yorks Hochhäuser sind immer noch spektakulär, und bleiben es trotz der langen Wartezeiten vor den Aufzügen Richtung Himmel weiterhin. Dort die Freiheitsstatue, hier das Iron Building, und da geht es Richtung Financial District. Beeindruckend, so viel gestapelte Stadt.


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