Polsterschlacht in der Hofburg

Ein noch nie dagewesenes Bild, ein nahezu geschichtlicher Moment, der jedoch nicht in die Geschichtsbücher Einzug halten wird. Schätzungsweise über 70 Jugendliche aus ganz Wien trafen sich am Samstagnachmittag im Innenhof der Wiener Hofburg, um einmal so richtig die Fetzen fliegen zu lassen – genauer gesagt, um in eine Polsterschlacht zu ziehen. Kurz nach 15 Uhr war es dann soweit. Direkt vor der Amalienburg, dem ehemaligen Wohnsitz der Kaiserin Elisabeth, teilte sich die Menge in sich zwei gegenüberstehende Mannschaften. Dort, wo sonst der heutige Bundespräsident überlicherweise Staatsgäste empfängt, flogen einige Sekunde später die Fetzen und Federn – doch nicht nur in Wien. Der 4. April 2009 wurde zum internationalen “Pillowfight Day” ausgerufen – ein globales Fun-Event, das in mehreren Städten der Welt an diesem Tag stattfand. Organisiert haben sich die Jugendlichen selbst, ganz normal über das Internet. 20 Minuten dauerte der Polsterwurf, dann brachte ein Polizist die Menge zur Ruhe. Sieger standen keine fest und nicht alle Pölster lösten sich in ihre Bestandteile auf. Nicht nur der Spaß fand gemeinsam statt, sondern auch das Aufräumen und die TeilnehmerInnen packten ihre Besen und Müllsäcke aus. Ein mittlerweile nicht mehr ganz so neues Phänomen, aber ganz harmlos.