Ganzkörperscans

Mit seinen Ganzkörperscans begibt sich der oberösterreichische Fotograf Kurt Hörbst auf die Spurensuche nach Details in den Oberflächen menschlicher Körper und entschleunigt mit seiner Aufnahmemethode die Porträtfotografie der heutigen Zeit: Die flach auf dem Boden liegenden Menschen werden mit einer hochauflösenden Digitalkamera, die an einem eigens konstruierten Schienensystem befestigt ist, Zeile für Zeile fotografisch abgetastet und müssen dafür minutenlang in einer Pose verharren. Von einer Person werden bis zu 20 einzelne Aufnahmen angefertigt, die Hörbst dann am Computer zusammensetzt. In den dokumentarischen Fotografien, die von Mitte März 2013 bis Ende April 2013 im Ars Electronica Center in vertikaler Hängung ausgestellt werden, sorgt nicht nur die auf den liegenden Körper einwirkende Schwerkraft für Irritation, sondern auch die Zentralperspektive jedes einzelnen Bildsegments. Bilder von der Ausstellungseröffnung am 7. März 2013 und der anschließenden Präsentation im “Deep Space”.