Chinesische Mauer im Nebel

"Einst Schutzwall gegen feindliche Angriffe führt sie heute die Völker zusammen", so der Werbespruch eines Waschmittelkonzerns, eingehauen in einen Stein mit Firmenlogo, direkt bei einer Einstiegsstelle auf die Chinesische Mauer. Der Zugang Mutianyu etwa 70 Kilometer nordöstlich von Beijing ist einer der von Touristen weniger frequentierten Punkte, um das größte Bauwerk der Welt betreten zu können. Eine Seilbahn führt einige hundert Höhenmeter hinauf, auch ein Fußweg ist vorhanden. Je weiter man sich vom Eingang weg bewegt, desto einsamer wird der Spaziergang auf der kurven- und treppenreichen Mauer. Nebel versperrt einerseits die weite Sicht über die zahlreichen Hügel dieser dicht bewaldeten Landschaft. Andererseits lässt das Wetter viel Spielraum für historische Gedanken, was sich vor tausend Jahren an dieser Stelle ereignet haben möge.

2008-02-06 | | | |

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